Aufsatz aufgetaucht: Churchill glaubte an Aliens


Großbritannien/Krass!

Churchill: Ein hoffnungsloser Säufer und manisch-depressiver Psychopath. Gleichzeitig ein begnadeter Schreiber und wissenschaftlich seiner Zeit voraus. Der frühere britische Premierminister glaubte laut einem kürzlich entdeckten Aufsatz an die Existenz von Außerirdischen. Außerdem sagte er die Entdeckung von Exoplaneten voraus.

Winston Churchill Aliens Außerirdische Aufsatz
„Sir Winston S Churchill“ by United Nations Information Office, New York – Licensed under Public Domain via Wikimedia Commons.

In einem neu entdeckten Aufsatz von Winston Churchill steht geschrieben, dass der ehemalige britische Premierminister an die Existenz von Aliens glaubte. In dem Essay mit dem Titel „Are we alone in the universe?“ (Sind wir allein im Universum?) schreibt Churchill, dass er die Existenz außerirdischen Lebens auch auf anderen Planeten als der Erde für sehr wahrscheinlich hielt.

Die Menschen würden eines Tages den Mond und den Mars bereisen. „Ich bin zu wenig beeindruckt vom Erfolg unserer Zivilisation, um zu glauben, dass hier der einzige Ort in diesem riesigen Universum ist, an dem lebende, denkende Kreaturen leben oder dass wir die höchste Form der geistigen und körperlichen Entwicklung darstellen, die jemals in dem weiten Raum- und Zeitumfang erschienen ist“, schrieb Churchill dereinst.

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Der 11-seitige, typisierte Entwurf, vermutlich für eine Zeitung bestimmt, wurde in den 1950er Jahren überarbeitet, aber nie veröffentlicht. In den 1980er Jahren wurde der Aufsatz an ein US-Museum übergeben, wo er bis zu seiner Wiederentdeckung im vergangenen Jahr aufbewahrt wurde.

Das Dokument wurde im National Churchill Museum in Fulton, Missouri, vom neuen Direktor Timothy Riley entdeckt. Dieser übergab es dann an den israelischen Astrophysiker und Autor Mario Livio. Dieser veröffentlichte den Inhalt in der letzten Ausgabe des Nature Journal.

Churchill sagte Existenz von Exoplaneten voraus

Churchill war der erste britische Premierminister, der – wenn auch eher kriegsbedingt – einen wissenschaftlichen Berater, Frederick Lindemann, beschäftigte und regelmäßig mit Wissenschaftlern wie Sir Bernard Lovell, einem Pionier der Radioastronomie, zusammenarbeitete.

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Er definierte das Leben als die Fähigkeit, „sich zu vermehren“ und bemerkte die lebenswichtige Bedeutung des Wassers. „Alle uns bekannten Lebewesen benötigen es … Eines Tages, möglicherweise sogar in nicht allzu ferner Zukunft, wird es möglich sein, auf den Mond zu reisen, oder sogar auf die Venus und den Mars“.

Er sagte die Entdeckung von Exoplaneten voraus und zog sie auch als Heimat für fremdes Leben ernsthaft in Erwägung. Die ersten Exoplaneten wurden erst Mitte der 1990er Jahre entdeckt, seither etwa 2.000 davon. Im Grunde handelt es sich dabei um Planeten, die der Erde ähnlich sind.

Churchill war ein produktiver Schriftsteller und erhielt den Literaturnobelpreis. In den 1920er und 30er Jahren veröffentlichte er populäre wissenschaftliche Aufsätze zu verschiedenen Themen, unter anderem über die Evolution und Fusionskraft.

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Museumsdirektor Riley glaubt, dass der Aufsatz über die Aliens im Jahr 1939 im ehemaligen Haus des Premierministers in Chartwell geschrieben wurde. Kurz bevor der Zweite Weltkrieg ausbrach. In den 1950ern wurde er möglicherweise überarbeitet.

Churchill – wahnsinniges Genie?

Winston Churchill war zweimal Premierminister Großbritanniens und führte England trotz seines massiven Alkoholproblems durch den Zweiten Weltkrieg. Er war zuvor außerdem Innenminister, ebenso Finanz- und Verteidigungsminister.

Churchill war ein manisch-depressiver Psychopath und während des Zweiten Weltkriegs auf dem „Höhepunkt seines Wahnsinns„, sagen einige Historiker. So ließ er gezielt Millionen Zivilisten abschlachten.

Nach dem gewonnenen Krieg plante er, gemeinsam mit 100.000 Soldaten der deutschen Wehrmacht die Sowjetunion anzugreifen. Zudem wollte er gemeinsam mit den USA hunderte Atombomben über Russland abwerfen („Operation Unthinkable“).

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Der Plan scheiterte an einer zu geringen verfügbaren Anzahl Atombomben und der beginnenden nuklearen Aufrüstung Moskaus. Zwischen Genie und Wahnsinn liegt eben ein schmaler Grat.

Quellenangaben anzeigen
bbc, yournewswire

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