Trump steuert USA in einen Wirtschaftskollaps wie 2008 – Noam Chomsky


USA/Wirtschaft

Der Anstieg der Aktienkurse nach dem Wahlsieg Donald Trumps werde in einem Wirtschaftskollaps wie 2008 enden. Dies sagte Noam Chomsky in einem Interview. Dass Trump wie sooft behauptet „Anti-Establishment“ sei, „soll wohl ein Witz sein“. Trumps Kabinett sei „voller Milliardäre“.

Der Anstieg der Aktienkurse nach der Präsidentschaftswahl von Donald Trump und seinem „Kabinett voller Milliardäre“ wird zu einem Wirtschaftskollaps ähnlich dem von 2008 führen. Dieser Auffassung ist der renommierte Politikwissenschaftler und Linguist Noam Chomsky in einem aktuellen Interview.

Bemerkenswert sei insbesondere, wie viele Wallstreet-Bosse in Trumps Kabinett geholt worden seien. „Anti-Establishment soll wohl ein Witz sein“, so Chomsky. „Werfen Sie einen Blick auf Trump. Und werfen Sie einen Blick darauf, wer in seinem Kabinett sitzt.“

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Als Beispiel nannte er Finanzminister Steve Mnuchin, der „von Goldman Sachs kommt, einer bedeutenden Investmentfirma, bei der er fast 20 Jahre lang beschäftigt war.“ Als Trump gewählt wurde, seien Aktienwerte von Pharmaunternehmen, Banken und Gefängnissen auffällig stark gestiegen. Nicht zuletzt aufgrund der geplanten Steuererleichterungen.

Investoren seien zudem darüber „erfreut, dass er Regulierungen beseitigen wird und sie dadurch höhere Gewinne erzielen.“ Natürlich werde es zum einen oder anderen Absturz führen, aber „darum werden sich die Steuerzahler dann kümmern“, so Chomsky.

Chomsky ist Professor für Linguistik am Massachusetts Institute of Technology (MIT) und gilt seit dem Vietnamkrieg als scharfer Kritiker der US-amerikanischen Außen- und Wirtschaftspolitik. Zwischen 1980 und 1992 war er laut Arts and Humanities Citation Index die am häufigsten zitierte lebende Person der Welt.

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telesur

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10 Comments

  1. Ich denke, dass es schlimmer wird als 2008.
    Der US-Staat hat sich neben den etwa 20 Billionen Staatsschulden, seit 1956 auch noch über 65 Billionen von den Geldern „geliehen“, die von den Sozialversicherten als Rücklagen in die Sozialkassen eingezahlt wurden.
    Wenn die Bürger merken, dass sie nun nackt dastehen, werden die hunderten von schon fertig gestellten Konzentrationslager, die Millionen Plastiksärge und die über 1 Milliarde DUM-DUM Geschosse dringen benötigt.

    Viele Grüße
    H. J. Weber

  2. Zunächst war behauptet worden, falls dieser Trump überhaupt gewählt würde, dass dann die Aktienkurse wegen der angeblich zu erwartenden Rezession in die Tiefe rauschen würden.
    Nun ist Trump gewählt und schon kommen die Ratten aus ihren Löchern und orakeln über die nächste Rezession.
    In der Tat ist die nächste Rezession rein zeitmäßig überfällig.
    Nimmt man das Jahr 2008 zum Maßstab, obwohl in Deutschland erst 2009 die Umsätze sanken und die Zahl der Arbeitslosen stieg, so hätte die Baisse bereits im Laufe des letzten Jahres eintreten müssen.
    Chomsky weiß das ganz genau und blickt dabei auf den Kalender. Das ist alles.
    Diese Rezession, falls diese nun 2017 eintritt, wird nach aller Erfahrung wieder ein und einhalb Jahr dauern.
    Danach beginnt schon wieder der neue Aufschwung.

  3. @ Helmut, als ich meinen Kommentar tippte, konnte ich noch nicht wissen, das Du um vier Minuten voraus bist und lese Deinen Kommentar erst jetzt.

    Nun lass mal den Satan in der Hölle und prophezeie diesen nicht herauf auf die Erde, wo es schon genug kleine Satanisten
    gibt. Ich sehe zwar auch politische Risiken, aber keine Weltuntergänge voraus. Es wird sich schon alles richten.
    Erinnere Dich, dass wir in den sechziger Jahren die Kubakrise, die nur zufällig keinen Nuklearkrieg hervorbrachte, überstanden haben.
    Und dann das Jahr 1986 (oder 1987) als sowjetische Bomberpiloten voll bestückt mit Atomwaffen und mit laufendem Triebwerk bereit standen, halb Europa in Schutt und Asche zu legen. Da gab es, wieder so ein Zufall, einen deutschen Doppelspion, der die Situation im Kreml genau kannte und sofort zu der ominösen Nato Übung bei London flog. Reagan fiel aus allen Wolken, fuhrt nicht mehrere Stockwerke unter die Erde, sondern nach Hause und CNN un CBS brachten dann Bilder wie Reagan auf seiner Ranch reitet. Die sowjetischen Bomberpiloten konnten dann auch nach Hause gehen. All das haben wir bei guter Gesundheit überstanden! Da werden wir das islamistische Kriegsgeheul auch noch überstehen. Gelle?

  4. Nachtrag:
    Deine Einkäufe in Malaga sind nicht gefährdet.
    Das einzige, was wir alle tun müssen, ist, uns aus diesen Wirrnissen heraus zu halten.
    Keine Demonstrationen besuchen, Menschen Ansammlungen meiden. Das wars dann auch schon.
    Ich erwarte keinen Weltuntergang, obwohl die Bibel selbigen voraussagt. Aber was ist das für eine Voraussage, wenn das Datum fehlt?

  5. Trump würde nie so einen Job machen um sein eigenes Vermögen zu zerstören. Und die Milliardäre mit ihm im Team auch nicht. Der Crash wird eines Tages kommen, dann ist Amerika bereits über dem Berg. Es wird den Rest treffen(z.B. ganz Europa), die keinen Plan B haben.

  6. Hallo Jürgen Borowski,

    natürlich stand die Welt zweifelsohne schon mehrfach am Abgrund.
    Und durch zumindest viel Glück, ist es nicht soweit gekommen.
    Diese etwa 20 + 65 Billionen US-Staatsschulden, können nur durch eine galoppierende Inflation, durch eine Währungsreform oder durch einen Krieg vernichtet werden oder durch die Vernichtung oder Ruhigstellung der Menschen, denen die Billionen zustehen.
    Alleine die Tatsache, dass hunderte von Konzentrationslager, Millionen von Särgen und Milliarden Schuss an Jagdmunition (die im Krieg verboten ist) von der Heimatschutzbehörde in den USA angeschafft wurden, zeigt, wo der Knall stattfinden wird und wie man ihn bewältigen will.

    Zusammenfassend:
    Man muss die Billionen wieder herbeischaffen oder die Ansprüche der Leute abschaffen oder gleich die Leute mit ihren Ansprüchen abschaffen.
    Und Letzteres funktioniert nur mit den Mitteln, die von der US Heimatschutzbehörde angeschafft wurden.
    Ich denke ein Überfall von Kanada oder Mexico ist nicht zu befürchten und dagegen gäbe es ja auch noch Militär.

    Viele Grüße
    H. J. Weber

  7. Danke, Helmut.
    Allerdings hatte ich schon früher darauf hingewiesen, dass durch eine Inflation der Schuldenstand nicht vermindert werden kann.
    Es sei denn, der Schuldner hat 10 Jahre Festzins und genau in diesen 10 Jahren galoppiert die Inflation.
    Die Anleihen des Bundes und der Länder haben jedoch einen weit geringeren Horizont. Deshalb: bei 25 % Jahresinflation beträgt der regulär zu zahlende Zins etwa 35 %. Wie sollen denn da die Staatsschulden „verschwinden“?
    Merke: Staatsschulden verschwinden immer nur durch einen Crash und oder Währungsreform- wobei beides in den Auswirkungen identisch ist.

  8. Hallo Jürgen Borowski,
    ja genau oder man beseitigt einige zig Millionen Einwohnen.
    Oder meist Du, die etwa 1 Milliarde DUM-DUM Geschosse werden für die Wildscheinjagd benutzt und die Hunderte von KZS bleiben leer.
    Wer Ansprüche stellt wird zum Staatsfeind erklärt.

    Viele Grüße
    H. J. Weber

  9. Wenn das so sein sollte, Helmut, dann betrifft das alle Staaten, die im Eigentum der EU sind.
    Also auch die Region Malaga. Die Briten schon mal nicht, die Schweizer und Liechtensteiner auch nicht.
    Bis dahin wird noch so mancher Staat ausscheren, vielleicht die Ungarn, vielleicht Frankreich. Das sind alles Staaten, die sinngemäß dasselbe sagen wie Trump: „unser Volk, unser Land zuerst“.
    Eigentlich sollte das eine Selbstverständlichkeit sein, dass eine nationale Regierung immer zuerst im Interesse der eigenen Nation denkt und handelt.
    Leider gehen bei der Dame in Berlin und den anderen Sozialisten schon die Warnlampen an, wenn nur der Begriff „Nation“ erscheint. Davor haben die panische Angst und das bedeutet, dass diese Regierung im Grunde Angst vor dem eigenen Volk hat. Merkel tritt in Honeckers Fußstapfen und könnte letztlich das gleiche Schicksal erleiden.

  10. @ Manfred

    Was würde Trump nicht machen? Inflation?
    Währungsreform?
    Das hätte Trump nicht in der Hand! Der Kapitalismus folgt seinen eigenen Gesetzen. Es gibt Gesetze des Marktes und das Gesetz des Finanzwesens. Das sind quasi Naturgesetze.
    Diese können in Grenzen von Menschen beeinflusst werden, aber eben nur in Grenzen. Die USA haben 20 Billionen Dollar Staatsschulden, aber auch jede Menge Erdgas unter der Erde. Aber ich denke auch, dass die USA besser abschneiden werden wie Deutschland oder Japan.
    Einfach deswegen, weil Deutschland und Japan gekniffen sind, wenn der Welthandel zusammenbräche.
    Die USA sind nicht exportabhängig und insofern, nach der Liquidierung der Staatsschulden, tendenziell besser dran.

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