Chinesisch-russische Militärübung im Südchinesischen Meer


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Russlands Pazifikflotte ist zu einer einwöchigen gemeinsamen Militärübung mit China ins Südchinesische Meer aufgebrochen. Diese wird am 12. September beginnen. Russlands Außenministerium betont, dass Russland im territorialen Streit zwischen China und den USA neutral ist.

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Bilder: Flaggen USA + China (gemeinfrei), Cinas Volksarmee (Urheber: http://www.flickr.com/people/42310076@N04, gemeinfrei), Obama (Quelle: Memegenerator), US-Kampfjet F-16 (Urheber: USAF, gemeinfrei)

Russlands Pazifikflotte ist für gemeinsame Militärübungen mit China ins Südchinesischen Meer aufgebrochen. Das russische Außenministerium betont, dass Moskau im aktuellen territorialen Streit neutral ist, doch ist es das erste Mal, dass eine solche instabile Region für die zum fünften Mal stattfindende jährliche Übung gewählt wird. Drei Schiffe und zwei Hilfsschiffe der russischen Pazifikflotte haben russische Gewässer verlassen und werden an den Kriegsspielen von 12. bis 19. September teilnehmen. Die Übung umfasst sowohl See-, als auch Land- und Luftoperationen.

(Literatur zum Thema gibt's hier: klick)

China beansprucht weite Teile der Gewässer des Südchinesischen Meeres und hat aus diesem Grund territoriale Streitigkeiten mit Vietnam, den Philippinen, Malaysia und Brunei. Im Juli entschied das Ständige Schiedsgericht in Den Haag, dass China keinen Anspruch auf einige Teile des Gewässers hat, doch erkennt Peking das Urteil nicht an. Maria Zakharova, Sprecherin des Außenministeriums, sagte, dass Russland in diesem Konflikt keine Partei ergreife. Allerdings wäre eine größerer chinesischer Einfluss in der Region aus Sicht Moskaus strategisch günstiger, als durch die USA.

„Willentlich oder nicht, Russland unterstützt China in Bezug auf die umstrittenen Inseln im Südchinesischen Meer“, sagte Militärexperte Viktor Litovkin gegenüber RBTH. „Der Bau einer chinesischen militärischen Infrastruktur wird Russland in dieser Region vor Schiffen der US-Navy, dem Aegis-System, sowie SM-3 und Tomahawk-Raketen schützen.“ Washington beharrt hingegen auf dem Prinzip der freien Schifffahrt, welche im Widerspruch zu den Interessen Chinas steht.

Stünden etwa die Gewässer um die Spratly-Inseln unter chinesischer Kontrolle, könnten sich die USA dort nicht mehr ohne Absprache mit China frei bewegen. „In naher Zukunft wird dieses Gebiet die neue Heimat der chinesischen Flugzeugträger-Gruppe werden“, sagt Alexey Maslow, Akademiker an der National Research University Higher School of Economics. „Russland hat bereits kürzlich versucht, die militärische und technische Zusammenarbeit mit Peking zu stärken.“

Quelle: rbth, thediplomat, washingtontimes

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