Konkurrenz zur F-22:
China integriert topmoderne J-20 Kampfjets in Luftwaffe


China/Militär

China integriert den modernen J-20 Kampfjet in die nationale Luftwaffe. Dieser ist das Gegenstütz zur amerikanischen F-22 und „verringert die militärische Kluft zu den USA entscheidend“, sagt ein Experte.

(Literatur zum Thema gibt's hier: klick)
China J-20
China J-20, Bild: Gegenfrage.com, Flaggen gemeinfrei

Chinas Regierung hat bekannt gegeben, dass man damit begonnen hat, die topmodernen J-20 Tarnkappen-Kampfflugzeuge in die Luftwaffe zu integrieren. Dies dürfte eine enorme Verbesserung der Fähigkeiten der chinesischen Luftwaffe bedeuten.

Der Pressesprecher der Luftwaffe, Shen Jinke, sagte am Freitag in einer Erklärung über die offizielle Website, dass der Schritt Chinas Fähigkeit, die „heilige Mission“ der Verteidigung seiner Souveränität, Sicherheit und territorialen Integrität zu erfüllen, stark erhöht.

Der J-20 Kampfjet wurde erstmals im Jahr 2011 testgeflogen und ist Chinas Antwort auf die fünfte Generation der  US-amerikanischen Kampfflugzeuge des Typs F-22 und F-35 oder der russischen Suchoi Su-27.

Das offizielle Debüt des J-20 Flugzeugs fand während einer Flugschau 2016 in Südchina statt und wurde letztes Jahr in einer Militärparade anlässlich des 90. Jahrestages der Gründung der Volksbefreiungsarmee vorgestellt. Das Flugzeug wurde zwar im Inland entwickelt, aber es wird angenommen, dass russische Triebwerke darin Verwendung finden.

Viel günstiger als der amerikanische F-22 Kampfjet

Einer der Jets kostet umgerechnet knapp 100 Millionen Euro und stellt laut dem US Naval Institute eine „ernsthafte Bedrohung für amerikanische Flugzeuge, Schiffe und Stützpunkte dar“. Das US-Pendant F-22 kostet gut das Dreifache.

Li Jie, ein Militäranalytiker aus Peking, sagte, die J-20 Kampfflugzeuge ermöglichen es China, die militärische Kluft mit seinen Nachbarn und dem größten Rivalen, den USA, entscheidend zu verringern. „Mit dem Eintritt der J-20 in den Kampfdienst kann China den Streitkräften anderer Länder besser entgegenwirken“, sagte Li.

Quellenangaben anzeigen
csis, dailystar, presstv

7 Comments

  1. … Das US-Pendant F-22 kostet gut das Dreifache…
    Ja- klar, wer verdient auch in den USA alles mit.
    In den USA würde die J-20 auch das Dreifache kosten.
    Trotz der Sanktionen, die seit April in Kraft sind, freuen sich die Produzenten von Raketenmotoren in Russland über neue Aufträge aus den USA. Triebwerke aus russischer Produktion sollen auch in den nächsten Jahren die Raketen Atlas 5 und Antares antreiben.

    Und Merkelchen lässt sich zu Sanktionen gegen Russland hinreißen, die nur die Märkte in Russland aufbauen und Putin kommt vor Lachen nicht in den Schlaf.

    Viele Grüße aus Andalusien
    H. J. Weber

  2. @Helmut
    Genau, damit wollte ich auf das wesentlich effizientere chinesische Militärbudget hinweisen. Alle Welt staunt über die 700 Milliarden Dollar US-Militärhaushalt. Aber 1000 Auslandsbasen und extrem überteuerte Entwicklungen kosten halt leider. Diesen Ballast hat China nicht, aber trotzdem die größte Armee der Welt und genauso gute Technik.

  3. Ja, die Chinesen haben offenbar etwas in der Birne, während die russische Führung in dieser Hinsicht zumindest etwas an der Birne zu haben scheint.
    Ich erinnere mich genau, dass zu Sowjetzeiten irgendein russischer Historiker sich darüber mokierte, dass die dummen deutschen Regierungen vor jedem Krieg fleißig auch die Gegner beliefert hatten.
    Nun machen die Russen dasselbe.
    Das russische Raketentriebwerk RD 180, welches wiederum auf Vorarbeiten Deutschlands bis 1945 zurückgeht, wollen die Amerikaner nicht mehr kaufen, sind aber vorerst darauf angewiesen. Und die Russen freuen sich wie die Kinder das RD 180 dem Gegner noch liefern zu dürfen.

    https://de.sputniknews.com/videos/20171020317956597-russische-raketentriebwerke-usa-konkurrenz/

  4. Hallo Bürgender,
    die Amis prahlen damit, dass sie ihr Atomprogramm modernisieren.
    Dabei handelt es ich auch um Computersysteme, die noch mit 8 Zoll Disketten funktionieren, da wird es aber auch Zeit.
    Was wollen die Amis denn mit Flugzeugträgern, wenn sie diese nicht nur zum Überfall auf kleinere Staaten verwenden?
    Kein Flugzeugträger kommt im Ernstfall so nah an Russland, dass die Reichweiter der Flugzeuge ausreicht; und wenn doch, dann gibt es den Flugzeugträger nicht mehr, wenn sie zurückkommen.
    Die gesamte konventionelle Waffentechnik der USA ist dafür konstruiert, kleine Länder zu überfallen.
    Träumt Jemand davon, dass auch nur ein US Bomber Moskau erreichen kann?
    Oder ein US Panzer?
    Oder ein US Soldat?
    Schon im Irak-Krieg mussten US Panzer an offiziellen Tankstellen betankt werden, weil der Nachschub nicht funktionierte.
    Und dann ein Land mit einer Kifferarmee angreifen, für dessen Überflug auch ein US Bomber mind. 9 Stunden benötigt???

    Viele Grüße aus Andalusien
    H. J. Weber

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