Trotz Aufforderung der USA:
Chile möchte Beziehungen zu Nordkorea nicht abbrechen


Chile/Nordkorea/Politik/USA

Chile hat die Aufforderung der USA abgelehnt, alle Beziehungen zu Nordkorea abzubrechen. Außenminister Heraldo Munoz erklärte, dass sein Land einen solchen Schritt „nicht in Betracht zieht“. 

Chile Mike Pence Nordkorea
Mike Pence Nordkorea, Bild: Flagge Chile, gemeinfrei, Urheber: Gegenfrage.com

Als Teil seiner sechstägigen Tour durch Südamerika sagte US-Vizepräsident Mike Pence : „Wir werden heute Chile eindringlich darum bitten, und wir fordern Brasilien, Mexiko und Peru auf, alle diplomatischen und wirtschaftlichen Beziehungen zu Nordkorea abzubrechen … Die Ära der strategischen Geduld mit Nordkorea ist vorbei. Alle Optionen sind auf dem Tisch.“

(Literatur zum Thema gibt's hier: klick)

Als Reaktion darauf erklärte der chilenische Außenminister Heraldo Munoz, dass das Land einen solchen Schritt „nicht in Betracht zieht“ und fügte hinzu: „Wir respektieren die Forderung der Vereinigten Staaten, aber Chile erhält die Beziehungen aufrecht.“

Die USA haben im Frühjahr damit begonnen, THAAD-Raketen in Südkorea aufzustellen. Desweiteren wurden groß angelegte Militärübungen durchgeführt, wodurch sich die Regierung in Nordkorea schwer bedroht fühlt. Auch in Südkorea fanden wiederholt Demonstrationen mit Tausenden Teilnehmern gegen die Installation der US-Raketen statt.

Zuvor hatte die chilenische Regierung betont, dass sie auch die Drohungen gegenüber Venezuela ablehnt. So kommentierte Chiles Präsidentin Michelle Bachelet: „Chile unterstützt keinerlei Staatsstreiche oder militärische Interventionen.“

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telesur, pri

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