06.03.1933: US-Regierung schließt alle Banken (Bankfeiertag)


Geschichte/USA

Am 06. März 1933 setzte die US-Regierung die Executive Order 2039 in Kraft. Alle Banken des Landes blieben für über eine Woche geschlossen, der Export von Gold wurde verboten.

Bankfeiertag
Bankfeiertag, Bild: US-Flagge + Dollar-Pyramide (beide gemeinfrei), Rest: Gegenfrage.com

An diesem Tag im Jahr 1933 setzte US-Präsident Franklin D. Roosevelt (FDR) die Executive Order 2039 in Kraft – am ersten vollen Tag in seinem Amt als Staatsoberhaupt. Landesweit wurden alle Banken geschlossen (Bankfeiertag), sämtliche Finanztransaktionen eingefroren. Der Bankfeiertag endete erst am 13. März für die Federal Reserve-Banken, zwei Tage später für alle anderen Banken.

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Letztere mussten dafür jedoch eine Lizenz beantragen. Insgesamt 2.000 US-Banken blieben nach Ablauf des Bankfeiertags geschlossen. Am selben Tag verbot der US-Präsident den Export von Gold und setzte alle staatlichen Gold-Zahlungen aus. Hintergrund war der hohe Abfluss und die Hortung von Devisen und Gold in den USA.

Spekulanten wetteten auf weitere Abflüsse der Goldbestände. Es sei im Interesse der Banken, „ein weiteres Horten von Münzen, Barren oder Bargeld, sowie Devisenspekulationen zu verhindern.“ Ebenso „die Anwendung geeigneter Maßnahmen zum Schutz der Interessen unseren Volkes“, heißt es in der Exclusive Order 2039 vom 06. März 1933.

Bei vorsätzlichen Verstößen gegen das Gesetz drohten Strafen in Höhe von bis zu 10.000 Dollar und/oder bis zu zehn Jahre Haft. Schließlich verkündete er aufgrund der tobenden Wirtschaftskrise den nationalen Notstand. Dieser blieb bis zum 14. September 1978 in Kraft – 45 Jahre, nachdem FDR den Notstand proklamiert hatte.

Bankfeiertag, Goldverbot und 40 Prozent-Enteignung

Einen Monat später, am 05. April 1933, unterzeichnete US-Präsident Franklin Roosevelt die Executive Order 6102. Diese verbot das „Horten von Goldmünzen, Goldbarren und Goldzertifikaten innerhalb der kontinentalen Vereinigten Staaten“ und verschärfte die Executive Order 2039. Damit trat das Goldverbot in den USA offiziell in Kraft.

Grundsätzlich bedeutete dies, dass das Horten von Gold nicht mehr nur verboten war, sondern private Eigentümer außerdem dazu verpflichtet waren, ihre Münzen, Barren oder Goldzertifikate von für die gesetzlich festgelegten 20,67 Dollar an eine Bank zu verkaufen. Die Dollars, die die Bürger im Gegenzug erhielten, wurden neun Monate später um 40 Prozent abgewertet.

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