Assad: Öffentliche Meinung im Westen „stark verfälscht“


Frankreich/Militär/Syrien

Eine französische Delegation, bestehend aus Abgeordneten, Intellektuellen und Ministern, reiste nach Syrien und besuchte den syrischen Präsidenten Assad.


Assad im Interview, Quelle: SANA Youtube-Kanal

(Fachliteratur zum Thema gibt's hier: klick)

Syriens Präsident Bashar al-Assad sagte am Sonntag während eines Gesprächs mit französischen Abgeordneten, dass die die Mehrheit der Islamisten aus syrischen Gefängnissen wieder in ein normales Leben übergehen werden. „60 bis 70 Prozent der Islamisten, die festgesetzt wurden, gingen nach ihrer Haftzeit zurück zu ihren Familien und entschieden sich, zu kooperieren und den Staat zu unterstützen“, wurde das syrische Staatsoberhaupt von Nicolas Dhuicq zitiert.

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Kürzlich reisten einige französische Abgeordnete nach Syrien, um sich vor Ort ein Bild von der Situation zu machen. Darunter eine Reihe von Mitgliedern der französischen Nationalversammlung und einige Intellektuelle unter der Leitung des früheren Verkehrsministers Thiery Mariani. Unter anderem wurde das „komplett zerstörte Aleppo“ besucht, wie die Stadt von Bild, Spiegel & Co. gerne dargestellt wird.

In der Tat kamen tausende Zivilisten durch den Krieg in der Millionenstadt tragisch ums Leben. Die Franzosen zeigten sich jedoch erstaunt, in etwa 65 Prozent der Stadt sei entgegen der Darstellung in westlichen Medien nichts zerstört worden.

Assad lobte die Delegation für ihre vor Ort-Recherche. Er betonte jedoch, dass die öffentliche Meinung in westlichen Ländern stark verfälscht und unrealistisch sei. Eine syrische Sprecherin, die an den Gesprächen teilnahm, ergänzte, dass insbesondere Frankreich ein Land sei, das den Terrorismus lieber bekämpfen statt unterstützen solle.

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Mariani wies auf „Lügen und Fälschungen in internationalen Medien“ hin, insbesondere über die Situation in Aleppo. In einem Statement für die französische Presse (Video oben) sagte Assad diesbezüglich: „Ich habe noch nie von einem guten Krieg gehört. In jeden Krieg geht es um Zerstörung, in jedem Krieg geht es ums Töten. Man kann niemals von einem guten Krieg sprechen.“

Quellenangaben anzeigen
sputnikyoutube, sana, de.sputnik

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1 Comment

  1. Das hatte Assad in einem RT Interwiew schon weit früher gesagt.
    Diese Aussagen sind für mich allesamt glaubhaft, weil sich die syrische Armee nur dann hat halten können wenn die Mehrheit der Bevölkerung mehrheitlich hinter der Assad Regierung steht.
    Wäre es anders, wären die syrischen Soldaten längst desertiert und Assad hätte sich schwerlich halten können.
    Wenn nach dem 20. Januar ein neuer Wind im Weissen Haus weht, dürfte die klammheimliche Unterstützung für den IS in Syrien und im Irak auch aufhören.

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