Nach Autounfall:
Alkoholverbot für US-Truppen in Japan


Japan/Militär/USA

Nachdem ein betrunkener US-Marine auf Okinawa einen Autounfall verursachte, bei dem ein Einheimischer ums Leben kam, ist allen in Japan stationierten US-Soldaten der Erwerb und Konsum von Alkohol untersagt.

(Literatur zum Thema gibt's hier: klick)
Alkoholverbot USA Truppen Japan Okinawa
Alkoholverbot USA Truppen Japan Okinawa, Bild: Gegenfrage.com, Flaggenmotive gemeinfrei

US-amerikanischen Streitkräften in Japan ist es von nun an verboten, Alkohol zu kaufen und zu konsumieren. Grund dafür ist ein von einem betrunkenen US-Marine verursachter Autounfall auf Okinawa, bei dem ein 61-jähriger Japaner ums Leben kam.

Unter vielen Einwohnern der Inselpräfektur herrscht eine tiefe Ablehnung gegenüber den US-Besatzern, die dort seit der Schlacht um Okinawa am Ende des Zweiten Weltkriegs stationiert sind.

Unfall

Der 20-jährige US-Marine Nicholas James-McLean fuhr am späten Sonntagmorgen mit einem US-Militärlastwagen in Naha, der Hauptstadt der südjapanischen Insel. Er rammte ein anderes Fahrzeug, was zum Tod des 61-jährigen Fahrers Hidemasa Taira führte, wie die Polizei mitteilte.

Die Beamten bestätigten, dass der US-Marine alkoholisiert war und der gesetzliche Grenzwert um das Dreifache überschritten wurde. Der US-Marine, der laut Polizeibericht auf der falschen Straßenseite fuhr, erlitt leichte Verletzungen.

Die japanische Regierung bedauert das tödliche Ereignis. Sie forderte die US-Militärführung auf, Maßnahmen zu ergreifen, um das Wiederauftreten derartiger Vorfälle zu verhindern. Die japanischen wie auch die amerikanischen Behörden befürchten das Wiederaufflammen von Protesten gegen die US-Besatzung auf der Insel.

William Hagerty, US-Botschafter in Japan, bekundete den Angehörigen des getöteten Japaners sein Beileid und entschuldigte sich für den Vorfall. Das US-Militär sagte in einem Statement, dass „Alkohol ein Faktor gewesen sein könnte“ und verbot US-Militärpersonal in ganz Japan vorerst den Kauf und den Konsum.

US-Truppen auf Okinawa

Die japanische Insel beherbergt rund 26.000 US-Soldaten, etwa die Hälfte der gesamten Besatzung der United States Forces Japan, verteilt auf 32 Stützpunkte und 48 Ausbildungsstandorte. Das US-Militär teilte zudem mit, dass Befehlshaber in ganz Japan angewiesen wurden, die US-Soldaten im verantwortungsvollem Alkoholkonsum und akzeptablem Verhalten zu schulen.

„Wenn unsere Service-Mitglieder die hohen Standards, die wir ihnen auferlegen, nicht erfüllen, wird die Beziehung zwischen den Basen und den lokalen Gemeinden geschädigt und es wird schwieriger für uns, unsere Mission zu erfüllen“, sagten die US-Streitkräfte in Japan in einer Stellungnahme.

Die Einheimischen haben kriminelle Handlungen und schlechtes Verhalten der dort stationierten US-Streitkräfte oft scharf kritisiert und fordern einen Abzug der US-Truppen aus ihrem Land. In den vergangenen Jahren gab es dort zahlreiche antiamerikanische Proteste.

Im April 2016 wurde ein Amerikaner auf dem Luftwaffenstützpunkt Okinawa wegen Mordes an einer 20-jährigen Japanerin angeklagt. 2013 gaben zwei amerikanische Seeleute zu, dass sie ein Jahr zuvor auf Okinawa eine Frau vergewaltigt hatten, was in Japan zu heftigen anti-amerikanischen Protesten führte.

Im Jahr 1995 löste die Entführung und Vergewaltigung eines zwölfjährigen Mädchens durch drei US-Soldaten massive Proteste auf der Insel aus.

Quellenangaben anzeigen
ibtimes, washingtonexaminer

5 Comments

  1. Wer in Deutschland mit 1,99 Promille einen Menschen totfährt und einen Menschen schwer verletzt und dafür rechtskräftig verurteilt wurde, kann dann noch wie (Otto Wiesheu) Verkehrsminister werden.
    Dem normalen Bürger der eine Kneipe hat, dem wird die Konzession entzogen.
    Aber dafür sind wir ja auch alle gleich vor dem Gesetzt.

    Viele Grüße aus Andalusien
    H. J. Weber

  2. @ H.J.Weber

    Genau, wir werden von einer Schweinebande regiert. Das hat bereits Tradition.
    Der Kaiser hat die ganze Nation in einen mörderischen Krieg gestürzt, nur weil der oestereichische Thronfolger in Sarajewo erschossen wurde.
    Schuld OESTERREICH !
    Der Ami hat uns den wahnsinnigen Adolf Hitler ins Nest gesetzt (durch maßgebliche Finanzierung).
    Schuld USA und OESTERREICH. Man hätte ihn ja als Säugling mit dem Badewasser ausschütten können.
    Die Merkel wurde uns, der US-Kolonie, von den USA ins Nest gesetzt.
    Schuld, die USA.

    MfG. grillbert aus Hamburg.

  3. Unsinn!
    Weder der deutsche Kaiser, noch der österreichische Kaiser hat irgendeine Schuld am Ersten Weltkrieg.
    Höre lieber zu, was Churchill zum Thema gesagt hat.
    Nämlich, dass es nur darum ging eine deutsche Vorherrschaft in Europa zu verhindern!
    Gleiches geschah 1939, am 3. September.
    Churchill: „Dieser Krieg ist nicht gegen Hitler oder den Nationalsozialismus gerichtet, sondern gegen die Stärke des Deutschen Volkes, die ein für allemal zerschlagen werden muß, unabhängig davon ob es in den Händen Hitlers oder eines Jesuitenpaters ist“. (1955)

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