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Aldi: Begeisterung und Freude sowie gelebte Unternehmenskultur
Der ehemalige Aldi-Kassier Werner B. erzählt: Obwohl um 20 Uhr Ladenschluß gewesen sei, habe er oft bis Mitternacht Gestelle auffüllen, Paletten ausrichten, Reinigungsarbeiten ausführen müssen. Mehrmals sei er darauf in der Morgenschicht eingeteilt gewesen und habe um 6 Uhr wieder im Laden stehen müssen. “Alles war unberechenbar, ich war total erschöpft und konnte überhaupt kein geregeltes Privatleben mehr führen.” Der Umgangston der Vorgesetzten sei militärisch gewesen und “unmenschlich”.
Und als Aldi in der Presse Negativschlagzeilen machte, habe der Discounter seinen Angestellten ein Redeverbot auferlegt. Wenn die Presse vorbeikam, seien den Mitarbeitenden Zettel ausgehändigt worden, auf denen stand, was sie sagen dürften. Werner B. hat die unwürdige Behandlung und den Streß nicht mehr ausgehalten. “Schließlich habe ich gekündigt.” Seither hat er dreimal vergeblich um ein Arbeitszeugnis gebeten. Doch man biete ihm bloß eine Arbeitsbescheinigung an.
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40 Prozent der Aktionsware von Aldi kommt aus China. Damit erzielt Aldi 20 Prozent seines 35 Milliarden-Umsatzes. Es sind zu 80 Prozent Frauen, die in China für Aldi Kosmetika, Textilien, Elektrogeräte und Haushaltswaren produzieren. Sie müssen sechs oder sieben Tage die Woche täglich 12 Stunden oder länger arbeiten. Am Arbeitsplatz sind sie oft ungeschützt Chemikalien und Hitze ausgesetzt. Für Fehler müssen die Arbeiterinnen mit Geldstrafen büßen.
Studie des “Südwind-Instituts”
Veröffentlicht unter: _Musik · Etiketten: Geld, Überwachung, Wirtschaft

















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