Alan Greenspan: Keine Papierwährung kann mit Gold mithalten


Gold/USA

Der ehemalige Fed-Chef Alan Greenspan sagte, dass keine Papierwährung der Welt mit Gold mithalten könne, einschließlich dem US-Dollar. Für Gold gibt es derzeit viele Kaufargumente, sind sich verschiedene Beobachter einig.

Goldmünzen Bild: Gegenfrage.com
Goldmünzen
Bild: Gegenfrage.com

Der ehemalige Vorsitzende der Federal Reserve, Alan Greenspan, hat sich in der Vergangenheit bereits desöfteren positiv zu Gold ausgesprochen.

(Literatur zum Thema gibt's hier: klick)

Zuletzt Anfang des vergangenen Monats auf einem Meeting des Council of Foreign Relations (CFR), als er auf die Frage, ob Gold derzeit eine gute Investition sei, mit einem einfach „Ja“ antwortete. Er fügte hinzu, dass Gold eine Währung sei und gleichermaßen ein Rohstoff. Gold wie auch Silber hätten Geldfunktionen, Gold werde auch in turbulenten Zeiten immer von den Menschen und Staaten akzeptiert und gegen Waren getauscht. So habe beispielsweise Deutschland kurz vor dem Ende des Zweiten Weltkrieges nur noch Waren gegen Gold importieren können.

„Gold ist eine Währung. Dies ist immer noch der Fall und erwiesenermaßen handelt es sich um eine der besten Währungen. Keine Fiat-Währung, einschließlich dem US-Dollar, kann da mithalten“, sagte Greenspan. 

Brian Domitrovic, Wirtschaftshistoriker an der Sam Houston State University, gab dem ehemaligen Fed-Chef nun recht. „Die Tatsache, dass der US-Dollar in Gold konvertierbar war, hatte eine große Anziehungskraft.“ Er sagte weiter, dass er an eine Rückkehr zum Goldstandard glaube. „Gold erfüllt die prinzipielle Funktion von Geld, das auch funktioniert, wenn es dem Währungssystem schlecht geht.“

Für Gold gebe es derzeit sehr viele Kaufargumente, trotz der Tiefs der vergangenen Monate. Marketwatch-Kolumnist Brett Arends sagte: „Die Japaner drucken neue Yen, so schnell wie es die Maschinen schaffen. Die Chinesen drucken neue Renminbi, so schnell wie es die Maschinen schaffen. Die Europäer sind wahrscheinlich kurz davor neue Euro zu drucke, so schnell wie die Maschinen es schaffen. Die lockere Geldpolitik der Zentralbanken ist gut für Gold, da dies zu einer höheren Inflation führt und Gold häufig als Absicherung gegen Inflation gekauft wird.“

Peter Schiff, Ökonom und Kandidat für den US-Senat im Jahr 2010, sagte zuletzt, dass ein Aktiencrash nur eine Frage der Zeit sei. Dies werde dazu führen, dass die Federal Reserve erneut Geld in Markt pumpt und der Goldpreis nach oben ausbricht wie nach 1999.

7 Comments

  1. Zitat (Norm Franz)

    „Gold ist das Geld der Könige, Silber ist das Geld des Gentleman, Tausch ist das Geld des Bauern, und Schuld ist das Geld des Sklaven.“

    (Norm Franz, Money and Wealth in the New Millennium; »Schuld« ist hier das heutige Papier-„Geld”, sind die heutigen Banknoten.)

    oder etwa nicht?

    MP3 Song „Mit dem Gold ist es schon irgendwie merkwürdig!” (5 Min) / BEST of Detlev Remix (Wake News Radio)
    https://aufgewachter.wordpress.com/2014/11/16/mp3-song-mit-dem-gold-ist-es-schon-irgendwie-merkwurdig-5-min-best-of-detlev-remix-wake-news-radio/

    Goldmenge wächst um 1,69 % pro Jahr / Aber Wachstum der Papiergeld- und Giralgeldmenge unbekannt
    https://aufgewachter.wordpress.com/2014/11/15/goldmenge-wachst-um-169-pro-jahr-wachstum-der-papiergeld-und-giralgeldmenge-unbekannt/

  2. Aus meiner Perspektive haben die Edelmetallgläubigen das Wirtschafts- und Finanzsystem nicht verstanden. Damit ich nicht alles wiederholen muss möchte ich lediglich auf die letzten Kommentare verweisen. Diese können unter den beiden nachfolgenden Links nachgelesen werden:

    1. http://n8waechter.info/2014/11/em-gedecktes-geld-fiat-geld-bedingungsloses-grundeinkommen/ (grundlegende Darstellung)
    2. http://n8waechter.info/2014/11/nach-dem-crash/ (Warum Greenspan sich irrt)

  3. Gut gebrüllt Löwin!

    Aber Sie sagen in Ihrem „Werk“ … Grenzen …natürliche Ressourcen …
    Ja und nun: Sind Edelmetalle etwa keine begrenzten, natürlichen Ressourcen?!

  4. @Sandra: ich habe ihren Kommentar (zumindest den Anfang) gelesen. Wer Fiat-Geld (= unendlich erzeugbar) mit realen Gütern gleich setzt (so wie Sie in Ihren Post in der verlinkten Quelle) disqualifiziert sich final. Ich habe Ihnen in dem verlinkten Forum entsprechend geantwortet.

  5. @Peter:

    Sie sollten schon alles lesen, damit Sie auch die Gesamtkomplexität verstehen können (umfasst auch die Diskussion unter dem Beitrag zum ersten Link). Leider verstehen nur die allerwenigsten das Grundprinzip und die hieraus resultierenden Folgen/Auswirkungen und Konsequenzen. Außerdem habe ich in den verlinkten Beiträgen sämtliche Goldvariationen abgedeckt.

    @Hans:

    Ich habe meine starken Zweifel, dass Sie überhaupt verstanden haben worum es mir wirklich geht. Neben der Darstellung der Grundprinzipien im Wirtschafts- und Finanzsystems und den hierfür erforderlichen Grundbedingungen und Verhaltsweisen geht es mir um die Abkehr von diesem ganzen Konsum- und Wachstumswahn sowie um eine geldfreie Welt (langfristiges Ziel=Vision). Auch Sie möchte ich wie peter bitten alle Kommentare zu lesen, damit Sie mich überhaupt verstehen können.

    Natürlich sind Edelmetalle auch natürliche Ressourcen, jedoch warum möchte die sehr große Mehrheit von euch Menschen an einem selbstausplünderischen und selbstversklavenden Wirtschafts- und Finanzsystem, das nur auf Konkurrenz, Hierrachie, Krieg und Ausbeutung basiert, festhalten? Warum wird die menschliche Gier nach Macht, Reichtum, Kontrolle über Dritte nicht thematisiert bzw. entgegengewirkt? Vielleicht, weil es der sehr großen Mehrheit einfach mangelt eine Verhaltensänderung bzw. überhaupt eine Reflexion ihrer eigenen Verhaltensweise vorzunehmen? Die Welt hat nur deshalb den Status quo, weil es der sehr großen Mehrheit an Verantwortungsbewusstsein, Intelligenz, Weitsicht, Werten, Willen, Anstand, Charakter und Rückgrat mangelt. Oder um es in den Worten von Marie Freifrau Ebner von Eschenbach zu sagen: „Die glücklichen Sklaven sind die erbittertsten Feinde der Freiheit.“

    P.S.: Alle Geldsysteme sind unabhängig von der eingesetzten Geldart (Material und Form) alles Nullsummensysteme.

    In Bezug auf Gold möchte ich noch ganz allgemein folgendes anmerken:

    Ob Gold wirklich so knapp ist wie immer behauptet wird kann bezweifelt werden, weil dieses u. a. wie Erdöl, Erdgas, Edelsteine im Erinnern entsteht und dann in Rissen und Spalten bzw. durch Magmaströme/Vulkanismus nach oben steigt. Im Aufsatz „ELECTROLYSIS OF D2O WITH TITANIUM CATHODES: ENHANCEMENT OF EXCESS HEAT AND FURTHER EVIDENCE OF POSSIBLE TRANSMUTATION von J. Warner, J. Dash und S. Frantz (Quelle: http://lenr-canr.org/acrobat/WarnerJelectrolys.pdf) wurde auf Seite 4 ausgeführt: „Statistically significant amounts of gold were detected in the electrolyte from the two excess heat producing experimental electrolytes SEC 7 (+ 0.136 ± 0.010 W) and SEC 8 (+ 0.509 ±0.007 W) but no statistically significant Au was found in the electrolyte of the non-excess heat producing experiments (SEC 4 and SEC 11). We previously reported the detection of localized concentrations of Au by surface analysis of Pd cathodes from cells that produced excess heat 2. The Au could result from the transmutation of Pt from the anode or lead wires in both the Pd and the Ti cathode cells.“ Als Nicht-Physikerin und Nicht-Chemikerin habe ich auf eine Übersetzung verzichtet. Sollte dies sogar im industriellen Maßstab möglich sein, dann wäre der Goldstandard per se erledigt bzw. Gold genauso eine FIAT-Geldwährung.

  6. @ Sandra

    Gold entsteht NICHT im Erdinneren. Dafür sind die Druckverhältnisse viel zu gering auf der Erde. Nicht mal im Erdkern. Das Gold, welches sich auf unserem Planeten befindet, entstand durch Fusionsprozesse sehr großer Sterne (zigfache Masse unserer Sonne) bzw. durch Sußernovas, die (Gold)teilchen mit ungeheurer Energie im Universum verteilten.

    Gold ist also tatsächlich „außerirdisch“.

    Natürlich könnte es jederzeit zu einem neuen „Goldregen“ kommen. Ein solches Ereignis würden wir aber nicht überleben.

    Davon abgesehen, wird es immer aufwändiger, Gold zu fördern. Sollte der Goldpreis langfristig unter den Förderkosten liegen, wäre ein weiterer Abbau wirtschaftlich unrentabel.

    „Geld“ als reines Tauschmittel ist per se nichts Schlechtes. Leider ist das derzeitige Geldsystem durch Zins-und Zinseszins einzig darauf ausgelegt, die Massen zu enteignen. In letzter Konsequenz hätte dann einer Alles und alle Nichts.

  7. @ Franz Branntwein

    Wo Gold entsteht oder nicht entsteht ist doch in diesem Zusammenhang gleichgültig.
    Mir kommt es auf anderes an. Warum sinkt denn seit Jahren der Goldpreis?
    Weil sich die Inflationserwartungen eingetrübt haben.
    Ich habe nie an Inflation geglaubt. Wir hatten und haben in den USA, auch in England, in Spanien eine Immobilienblase die nach 2008 geplatzt ist.
    Was passierte da? Die Preise sind in diesem Bereich gesunken. Das nennt man Deflation. Aber diese Blasen platzten nicht isoliert vom Gesamtgeschehen!
    Sondern im Rahmen und als Folge der Überschuldungen, auch Weltschuldenkrise genannt. Aber Schulden sind noch nie durch Inflation angebaut worden, wenn das heute passiert, wäre das historisch einmalig.
    Das behaupte ich nicht einfach so, sondern kann dass durch den Verweis auf die dann auch gestiegenen Zinsen auf diese Schulden beweisen.
    Im Ergebnis „Verschwinden“ die Schulden nicht einfach. Schulden verschwinden immer erst durch Crash oder Währungsreform, welche auf Enteignung der Vermögenden hinausläuft. Das ist wichtig festzuhalten, weil dies von dumpfbackigen Linken andersherum behauptet wird: nämlich, dass die Währungsreform immer nur von den kleinen Leuten bezahlt werden müsste, während die „Reichen“ sich die Taschen füllten. Das ist so idiotisch, dass jeder Schüler der dritten Klasse darüber lachen müsste, wenn er denn darüber nachdenken würde. Denn wer nichts oder nur wenig hat, kann auch nicht enteignet werden! Bei einer monatlichen Inflationsrate von 500 %, wie wir das in Deutschland vor kurzem (1924) hatten, lagen die Zinsen bei über 500 % monatlich. Klarer Fall, anders geht es nicht.
    Heute haben wir den historisch einmaligen Fall, dass die Zinsen unter der Inflationsrate liegen. Das führt zur schleichenden Enteignung der Geldersparnisse. In dieser Situation ruft Sahra Wagenknecht von den Neokommunisten nach einer zusätzlichen „Reichensteuer“. Da haben dann andere gleich nachgerechnet, dass diese, sollte diese denn was bringen, schon ab 50.000 Euro greifen müsste. Trittin, immer dabei, sich am Geld anderer zu bedienen, meinte in einer Talkshow gar, man müsste schon Leute mit € 25.000,00 auf dem Konto als reich bezeichnen!
    Das ist die menschenverachtende Ideologie in Reinform!
    Und nebenbei: Gold wurde 1933 in USA und Deutschland für Privatpersonen verboten und stellt deshalb kein gutes Investment für Privatpersonen dar.
    Für Staaten und Notenbanken sieht das anders aus. Das könnte Greenspan gemeint haben.

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