Infrastruktur zusammengebrochen:
Mehr als 600.000 Cholera-Fälle im Jemen


Jemen/Militär/Saudi-Arabien

Im Jemen sind über 600.000 Menschen an Cholera erkrankt. Ein Hauptgrund dafür ist der Zusammenbruch der Wasserversorgung und des Abfallsystems infolge der Luftangriffe durch Saudi-Arabien.

(Literatur zum Thema gibt's hier: klick)
600.000 Cholera-Fälle im Jemen
600.000 Cholera-Fälle im Jemen, Bild: Jemenitische Flagge, gemeinfrei

Im Jemen haben Millionen Menschen keinen Zugang zu sauberem Wasser. In den größeren Städten funktioniert die Müllentsorgung nicht mehr. Die Zahl der Cholera-Fälle hat sich mittlerweile auf 612.703 erhöht. Täglich kommen 3.000 hinzu, bisher sind 2.048 Menschen durch die Krankheit ums Leben gekommen.

Die schlechte Hygiene trägt maßgeblich zur Verschlechterung der Lage bei, die durch die Bombardierungen des Landes durch Saudi-Arabien immer weiter verschärft wird. Seit dem Beginn der Angriffe auf den Jemen im Jahr 2014 sind mehr als 10.000 Menschen gestorben und über eine Million Familien wurden vertrieben.

„Cholera ist im Jemen endemisch. Zweieinhalb Jahre des intensiven Konflikts haben das Gesundheitssystem des Landes, sowie die Wasser- und Hygienedienste ausgeübt stark in Mitleidenschaft gezogen“, sagte Tarik Jasarevic, Sprecher der WHO gegenüber Al Jazeera.

Die Krankheit verbreitet sich durch die Einnahme von Flüssigkeiten und Nahrungsmitteln, die mit menschlichen Fäkalien verdorben sind. Wird die Krankheit nicht sehr schnell behandelt, kann ein Mensch innerhalb von Stunden sterben. In den entwickelten Ländern gilt die Krankheit als weitgehend ausgerottet.

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france24


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