6 Billionen Dollar gedruckt, ist die Party vorbei?


Deutschland/Großbritannien/Krass!/USA

Die großen Zentralbanken dieser Welt haben seit Ausbruch der Krise im Jahr 2008 bereits 6 Billionen Dollar in die Banken gepumpt. Diese wiederum haben das Geld in Staatsanleihen investiert, weshalb die Industrieländer nun gigantische Schuldenberge vor sich herschieben. Investoren rechnen fest mit einer weiteren Lockerung der Geldpolitik. Laut Harvard-Berechnungen dürfte die Party nun jedoch vorbei sein.

(Literatur zum Thema gibt's hier: klick)

Die vier größten Notenbanken der Welt, die US-Notenbank Federal Reserve, die Europäische Zentralbank, die Bank of England und die Bank of Japan haben seit Ausbruch der Weltfinanzkrise 6 Billionen Dollar aus dem Nichts geschaffen und in die Banken gepumpt. Zumeist floss das Geld in Staatsanleihen, wie CNBC berichtet.

Somit blähten sich die Staatsschulden westlicher Länder massiv auf, wie man an den Entwicklungen unschwer erkennen kann: So lag die Staatsverschuldung Großbritanniens vor Ausbruch der Krise im Jahr 2007 bei 43,91 Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP), heute bei knapp 90 Prozent. Ähnlich sieht es in den USA aus: So haben sich die Staatsschulden seit 2007 von 67,16 Prozent auf heute 106,6 Prozent erhöht.  Deutschland steht noch ein klein wenig besser da  und muss nur 81 Prozent stemmen (2007: 63 Prozent).

Hier stoßen die Staaten allerdings an ihre Grenzen: Laut Berechnungen der Harvard Universität bekommen Staaten ab einer Verschuldung von 90 Prozent des BIP ernsthafte Schwierigkeiten. Hier dürfte die Grenze des Möglichen also bereits erreicht sein.

Investoren scheinen jedoch davon überzeugt zu sein, dass die Zentralbanken noch mehr Geld drucken werden, um die Wirtschaft anzukurbeln. So sagte Gary Baker von Merrill Lynch: „Die Investoren rechnen mit einer weiteren Lockerung der Geldpolitik, egal was passiert.“ Eine Umfrage von BoA Merrill Lynch unter 260 Fondsmanagern hatte ergeben, dass fast 75 Prozent von ihnen eine neue Liquiditätsschwemme seitens der EZB spätestens im Oktober erwarten. Knapp die Hälfte von ihnen rechnet mit einem weiteren QE-Programm der Federal Reserve.

Schulden gegen die Schuldenkrise? Warum steht dabei eigentlich immer Deutschland im Fokus, wo die Staatsverschuldung doch noch verhältnismäßig moderat ist? Handelt es sich vielleicht doch eher um eine „Guthabenkrise“? Schließlich sind Schulden = Guthaben. Die Schulden können also nur verschwinden, wenn auch die Guthaben verschwinden. Nach Berechnungen des DIW haben die Deutschen mehr als 7 Billionen Euro auf der hohen Kante. Man möge sich selbst darüber Gedanken machen…

3 Comments

  1. Ganz richtig, die wollen uns an die Kohle. Wir müssen ihnen zuvor kommen und die Guthaben von den Banken abziehen. Geld hat dort ohnehin nix verloren!

  2. Zur Finanzierung der beiden New Deals wendeten die USA zwischen 1933 bis 1938 ca. 70 % des Sozialproduktes eines Jahres auf, ohne dass die Inflation stark anstieg. Auf heutige Verhältnisse übertragen, könnten die USA etwa 11 Billionen Dollar für Konjunkturmaßnahmen aufwenden, Europa 8 Billionen Euro. Man kann dagegen einwenden, dass die Staaten bereits jetzt unter hohen Schuldenständen leiden. Doch haben sich in den mehr als sechzig Jahren nach dem II. Weltkrieg private Vermögen in nie gekannter Höhe angesammelt. Ob der nötige Ausgleich in demokratisch verfassten Gesellschaften möglich ist, ist allerdings nicht sicher.

  3. Da werden mit 6 Billionen oder mehr (Kredit aus Luftgeld, von und an sich selbst bezahlt und erhalten), die Staatsanleihen der Länder aufzukaufen, um sich so die zu erwartende Arbeitskraft der Völker, für die nächsten 500 Jahre zu sichern.
    Wann wirft den Verbrechern endlich jemand, die Mistgabel zwischen die Speichen ??????

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